Samstag, 12. April 2014

Lesetag im Wald

Wir saßen im Wald und lasen aus Großmutters hundertjährigem Märchenbuch.
Jan stocherte während des Zuhörens andächtig mit einem Ast in der Erde. Dann besah er sich den Ast genaue: "Da ist ein Wurm herumgekrochen."
Wir legten das Märchenbuch weg und begannen in Jans Ast zu lesen:
Wer macht so eine Spur?

Und weiter lasen wir Spuren im Wald: Hier hatte ein Eichhörnchen mit seinen Zähnen eine Spur an einem Zapfen hinterlassen. Wir lasen aus einem welken Blatt den letzten Herbst und das Leben eines Baumes. Wir entzifferten das Alter einer Fichte.

Wir schlossen die Augen und lasen mit der Nase: Bärlauch, Harz, Weißtanne...
Und weiter ging's mit geschlossenen Augen, diesmal tastend mit den Händen: Rinde, Moos, Waldrebe...

"Schau, da sind richtige Zeilen auf diesem Blatt. Wie in einem Buch. Und da, die Knospe sieht aus wie ein Stift. Hm, ein Blatt und ein Stift dazu... wie ein Buch."
"Buche!"

"Birke!"

"Elefant!"

"Känguruh!"

Dass diese verflixten Kinder auch immer ihre Brille daheim vergessen!







Donnerstag, 10. April 2014

Mamabauch

"Und die Kinder sollen sich im Zelt so wohl fühlen wie ein Baby im Mutterleib."

(Jürgen-Thomas Ernst beim Entwurf des Märchenzeltes)


1) Zuallererst muss man so ein Zelt richtig kräftig durchschütteln.

















2) Dann wird es schön flach auf den Waldboden gelegt.

















2) Jetzt werden die Zeltstangen aufgelegt und festgebunden. Wer von euch kann Maschen binden?

















4) He! Hallo! Ich hab' ja noch gar nicht gesagt, dass ihr schon...!






















Hm... Ich bin sicher, er denkt sich schon wieder etwas Neues aus.